III

Ebendaher ist uns eine Einleitung in die dynamische Physiologie [von August Winckelmann] (Göttingen bei Heinrich Dieterich 1803) vorgekommen, der wir statt des Plutarchischen Spruchs folgendes schickliche Distichon zur Überschrift gewünscht hätten:

Was sie heute gelernt, das wollen sie morgen schon lehren,
Ach, was haben die Herrn doch für ein kurzes Gedärm!133)

Es ist in der Tat kein kleines Unglück für diejenigen, welche Gedanken haben, daß sie ihnen nicht selten auf dieselbe Art zurückgegeben werden (man sehe die Dedikation134) ), wie Sancho Pansa seinem Gebieter den berühmten Balsam Fieberfras zurückgibt (Don Quichotte, Teil I, S. 238, Tiecks Übersetzung), so daß die Verherrlichung, welche sie dadurch erhalten, nicht viel besser ausfällt als wie die in oben angezeigter Stelle beschriebene Brillantierung. Wir wären sehr geneigt, dergleichen Zurückgebende, ohne Präjudiz ihrer Menschlichkeit, bloß nach Angabe der vergleichenden Physiognomik in die verschiedenen Rubriken der lebhaften Frösche und ernsthaften Affen einzuteilen: jene hüpfen mit ihrem Raube lustig umher, diese setzen sich breit in großen Perücken. Wenn wir die ungemeine Würdigkeit des Stils, die selbst den Taufnamen Johann in das edlere Johannes umbildet, das Gehaltene des Tones, die Billigkeit in Schätzung großer Namen und die weise Enthaltsamkeit von übertriebener und einseitiger Anpreisung der Spekulation betrachten, so bleibt kein Zweifel, wohin dieser junge Weise zu rechnen sei. Es ist ihm gelungen, sich in der anderen "lärmenden Gesellschaft" vollkommen "ruhig auszusprechen". Man stoße sich nicht an die Bescheidenheit, mit der er die fremden Zutaten anerkennt, das ist nur ein Teil der Akzise, die er bezahlt, um das Übrige für einen oberflächlichen Blick frei durchzubringen. Einen Gedanken nennt er jedoch kühnlich den seinigen, die Entdeckung von den beiden Prinzipien, dem Positiven und Negativen. Wir fürchten aber, dieser Dualismus werde ihm wieder in eins zusammengehen und auf ein reines Negatives hinauslaufen.