5.

Achilles starb, durch einen Pfeil in der Ferse verwundet. Er hätte ebensogut an jedem übrigen Punkt des Körpers verwundet werden können. Die Wunde an jenem Teil war also höchster Zufall. Durch die Richtung des Pfeiles war sie durchaus bestimmt. Aber der getroffene war in Rücksicht der übrigen Teile (auf die er, da er mit ihnen ein Ganzes ausmacht, notwendig bezogen werden muß) als verwundeter getroffener Teil unterschieden. Diese Möglichkeit der übrigen, verwundet werden zu können, und die entgegengesetzte Wirklichkeit, nicht verwundet zu sein, sowie die Wirklichkeit des Verwundetseins der Ferse und ihre entgegengesetzte Möglichkeit, auch nicht verwundet zu werden, vereinigen die Griechen in der Einbildungskraft durch den Mythos, das Eintauchen Achills in den Lethe, nach welchem die nicht verwundeten Teile zugleich nicht verwundet werden konnten und der verwundete Teil allein nur verwundet werden konnte.