[Grundkonzept zum Geist des Christentums]

95) Zu der Zeit, da Jesus unter der jüdischen Nation auftrat, befand sie sich in dem Zustande, der die Bedingung einer früher oder später erfolgenden Revolution ist und immer die gleichen allgemeinen Charaktere trägt. Wenn der Geist aus einer Verfassung aus den Gesetzen gewichen ist und jener durch seine Veränderung zu diesen nicht mehr stimmt, so entsteht ein Suchen, ein Streben nach etwas anderem, das bald von jedem in etwas anderem gefunden wird, wodurch denn eine Mannigfaltigkeit der Bildungen, der Lebensweisen, der Ansprüche, der Bedürfnisse hervorgeht, die, wenn sie nach und nach so weit divergieren, daß sie nimmer nebeneinander bestehen können, endlich einen Ausbruch bewirken und einer neuen allgemeinen Form, einem neuen Bande der Menschen ihr Dasein geben; je loser dies Band ist, je mehr es unvereinigt läßt, desto mehr Samen zu neuen Ungleichheiten und künftigen Explosionen liegt darin.

So gibt das jüdische Volk zur Zeit Jesu uns nicht mehr das Bild eines Ganzen; ein Allgemeines hält sie notdürftig noch zusammen, aber es ist so viel fremdartiger und mannigfaltiger Stoff, so vielerlei Leben und Ideale vorhanden, so viel unbefriedigtes, neugierig nach Neuem umherschauendes Streben, daß jeder mit Zuversicht und Hoffnungen auftretende Reformator sich eines Anhangs für ebenso versichert halten kann als einer feindlichen Partei.

Die äußere Unabhängigkeit des jüdischen Staates war verloren, die Römer und von Römern geduldete oder gegebene Könige vereinigten darum ziemlich den allgemeinen heimlichen Haß der Juden gegen sich; die Forderung der Unabhängigkeit lag zu tief in ihrer Religion, die anderen Völkern kaum das Neben-ihr-Bestehen gönnte; wie sollte sie Herrschaft eines derselben über ihre Kinder erträglich finden? Das Volk, dessen sonstige Wirklichkeit noch ungekränkt blieb, war noch nicht auf dem Punkte, diese aufopfern wollen zu müssen, und wartete daher auf einen fremden, mit Macht ausgerüsteten Messias, der für dasselbe täte, was es selbst nicht wagte, oder es zum Wagen begeisterte und durch diese Gewalt fortrisse.

Es zeichneten sich viele durch strengere und genauere Beobachtung aller religiösen Pünktlichkeiten aus, und schon daß sie sich dadurch auszeichneten, zeigt uns den Verlust der Unbefangenheit, die Mühe und einen Kampf, etwas zu erreichen, was nicht aus sich selbst hervorging. Der Dienst, in dem sie standen, war der Dienst gegen ein blindes, nicht (wie das griechische) innerhalb der Natur liegendes Fatum, und ihre größere Religiosität [war] ein beständigeres Anhängen und Abhängen von Mannigfaltigerem, das sich auf das Eine bezöge, aber jedes andere Bewußtsein ausschlösse. Die Pharisäer suchten mit Anstrengung vollkommene Juden zu sein, und dies beweist, daß sie die Möglichkeit kannten, es nicht zu sein. Die Sadduzäer ließen ihr Jüdisches als ein Wirkliches in sich bestehen, weil es einmal da war, und waren mit Wenigem zufrieden, aber es schien für sie unmittelbar kein Interesse zu haben als nur insofern, als es einmal Bedingung ihres übrigen Genusses war, sonst waren sie und ihr Dasein sich selbst höchstes Gesetz. Auch die Essener ließen sich nicht in Kampf mit ihm ein, sondern ließen es beiseite liegen, denn dem Streite zu entfliehen, warfen sie sich in ihre einförmige Lebensart.

Es mußte endlich einer auftreten, der das Judentum selbst geradezu angriff; aber weil er in den Juden nicht fand, das ihm geholfen hätte, es zu bestreiten, das er hätte festhalten und mit welchem er es hätte stürzen können, so mußte er untergehen und unmittelbar auch nur eine Sekte gestiftet haben.

Die Wurzel des Judentums ist das Objektive, d. h. der Dienst, die Knechtschaft eines Fremden. Dies griff Jesus an.

a) Knechtschaft gegen ihr Gesetz, den Willen des Herrn - ihm entgegengesetzt Selbstbestimmung, Selbsttätigkeit. Was ist Knechtschaft gegen ein Gesetz?

α) im entgegengesetzten - Willenlosigkeit;
β) in Beziehung auf andere Menschen - Gefühllosigkeit, Mangel schöner Beziehungen, Liebe, Trennung
γ) Gottlosigkeit

b) Der Herr, der unsichtbare Herr - ihm entgegengesetzt Schicksallosigkeit, entweder der Unschuld oder der Selbstmacht; jene nicht möglich, er konnte in sie nicht die beiden Entgegengesetzten vereinigen, weil eigentlich nur eins der Entgegengesetzten ohne Widerstreit herrschte, - dies nicht, als Gottlosigkeit - also die Herrschaft gemildert in Vaterschaft - Abhängigkeit von einem Liebenden in Ansehung der Not.

c) Andere bestimmt α) entweder von mir - diesem entgegengesetzt Moralität, oder β) von einem anderen (Verachtung der Menschen, Egoismus und Hoffen auf objektive Hilfe) - Achtung anderer, Berichtigung oder Vernichtung dieser Hoffnung.
Autorität gegen Autorität - allein auf die Autorität des Glaubens an Menschennatur. Joh[annes]: er wußte, welche Kraft im Menschen war. Wunder - er hoffte auch auf ihre Wirkung - Reelles nicht Polemisches. Die Aufregung des Subjektiven in mancherlei Rücksichten - eine schöne Religion zu stiften, das Ideal davon? findet man es?

Nur dann kann zwischen Zeremonial- und Moralgesetzen unterschieden werden, wenn Moralität vindiziert ist; in der jüdischen Religion Moralität unmöglich, weil keine Freiheit darin war, sondern durchgängige Herrschaft.

Im allgemeinen [setzte Jesus das] Subjekt gegen das Gesetz.

Dem Gesetz setzte er Moralität entgegen? - Moralität ist nach Kant die Unterjochung des Einzelnen unter das Allgemeine, der Sieg des Allgemeinen über sein entgegengesetztes Einzelnes - eher Erhebung des Einzelnen zum Allgemeinen, Vereinigung - Aufhebung der beiden Entgegengesetzten durch Vereinigung.

a) Einigkeit im Bestimmten setzt Freiheit voraus, denn ein Beschränktes hat ein Entgegengesetztes96)

b) Einigkeit des ganzen Menschen

c) Ideal der Einigkeit.

Die Idee ihres Willens ist das Gegenteil des Willens; sein Zweck [ist] nicht zu wollen; aber das Objekt der Handlung, der Gedanke, der Zweck [ist] immer ein Trieb, eine Tätigkeit, eine reflektierte nämlich, aber nicht des passiven Menschen, also eines fremden Willens; zur bestimmten Handlung ein bestimmter Wille, Trieb notwendig; aber dieser bestimmte Wille [ist] nicht im passiven Menschen wirklich, also nur in der Idee, in der Vorstellung. Dieser fremde Wille [ist] ein objektives Gesetz.

Dadurch, daß er ihnen zeigte, sie haben einen schlechten Willen zeigte er ihnen, sie haben einen Willen.

In der Bergpredigt immer ein Gegenüberstellen des objektiven Gebotes und der Pflicht; ein Opfer nicht deswegen etwa, damit etwas geschenkt und verziehen wird, sondern ihr sollt verzeihen; - Eid nicht wegen des Tempels heilig, sondern ihr sollt wahrhaftig sein; die Handlung und eure Absicht sollen eins sein, ihr sollt die Handlung in ihrem ganzen Umfange tun, jede Handlung stammt aus einem Gesetz, dies Gesetz soll auch euer eigenes sein.

Von den moralischen Geboten sind nur die Verbote fähig, objektiv zu werden; moralische Gebote sind Vereinigungen als Regeln ausgedrückt, Regeln sind die Beziehungen der Objekte aufeinander; die äußere Beziehung, d. h. die Beziehung Getrennter kann nur negativ, d. h. als Verbot angegeben werden; denn die lebendige Vereinigung, Einigkeit in der moralischen Handlung ist keine äußere, d. h. die Bezogenen sind keine Getrennten mehr.

Moralität ist Aufhebung einer Trennung im Leben, theoretische Einheit ist Einheit Entgegengesetzter - das Prinzip der Moralität ist Liebe; Beziehung in Trennung: Bestimmen oder Bestimmtwerden, jenes unmoralisch gegen andere, dies gegen sich selbst - denn beides ist nur Bewirken einer theoretischen Einheit. Wollen ist das Ausschließen des Entgegengesetzten, - die Tat ist das Aufheben der Trennung zwischen dem Gewollten, jetzt noch Vorgestellten und dem Streben, der Tätigkeit, [dem] Trieb, dem Wollenden. Bei einem positiven Gesetz ist die Handlung keine Vereinigung, sondern ein Bestimmtwerden; das Prinzip nicht Liebe; das Motiv ist ein Beweggrund im eigentlichen Sinne, es verhält sich als Ursache, Wirkendes; es ist ein Fremdes, nicht eine Modifikation des Wollenden. Das Objekt der Handlung ist im Positiven nicht der reflektierte Trieb selbst oder der Trieb als Objekt, sondern ein Fremdes, von dem Triebe Verschiedenes.

Kants praktische Vernunft ist das Vermögen der Allgemeinheit, d. h. das Vermögen auszuschließen; die Triebfeder Achtung; dies Ausgeschlossene in Furcht unterjocht - eine Desorganisation, das Ausschließen eines noch Vereinigten; das Ausgeschlossene ist nicht ein Aufgehobenes, sondern ein Getrenntes noch Bestehendes. Das Gebot ist zwar subjektiv, ein Gesetz des Menschen, aber ein Gesetz, das anderen in ihm Vorhandenen widerspricht, ein Gesetz, das herrscht, es gebietet nur, die Achtung treibt zur Handlung, aber Achtung ist das Gegenteil des Prinzips, dem die Handlung gemäß ist; das Prinzip ist Allgemeinheit; Achtung ist dies nicht; die Gebote sind für die Achtung immer ein Gegebenes.

Jesus setzt dem Gebote die Gesinnung gegenüber, d. h. die Geneigtheit, so zu handeln; Neigung ist in sich gegründet, hat ihr idealisches Objekt in sich selbst; nicht in einem Fremden (dem Sittengesetze der Vernunft). Er sagt nicht: haltet solche Gebote, weil sie Gebote eures Geistes sind, nicht weil sie euren Voreltern gegeben worden sind, sondern weil ihr sie selbst euch gebt - so sagt er nicht; er setzt die Gesinnung gegenüber, die Geneigtheit, moralisch zu handeln. Da eine moralische Handlung beschränkt ist, so ist auch das Ganze, aus dem sie kommt, immer beschränkt und zeigt sich nur in dieser Beschränkung; sie ist aber nur durch ihr Objekt, durch die besondere Art der Trennung, die sie aufhebt, bestimmt; sonst innerhalb dieser Grenze ist ihr Prinzip vollständige Vereinigung; da aber diese Gesinnung bedingt, beschränkt ist, so ruht sie und handelt nur, wenn die Bedingung eintritt, dann vereinigt sie, sie ist also einerseits nur im Handeln sichtbar, in dem, was sie tut (man kann von ihr nicht im vollen Sinne sagen: sie ist, weil sie nicht unbedingt ist), andererseits ist sie in der Handlung nicht vollständig dargestellt. Denn die Handlung zeigt nur die bewirkte objektive Beziehung der bei der Handlung Vorhandenen; nicht die Vereinigung, die das Lebendige ist; aber weil diese Vereinigung nur in dieser Handlung ist, so steht sie einzeln und isoliert; es ist nicht mehr vereinigt worden, als in dieser Handlung geschehen ist.

Ist zugleich ein Streben vorhanden, diese Akte zu vervielfältigen, so ist das Prinzip nicht mehr eine ruhende Gesinnung; ein Bedürfnis und das Bedürfnis eines Ganzen der Vereinigung ist vorhanden, das Bedürfnis der Liebe (allgemeine Menschenliebe); sie sucht das Ganze in einer unendlichen Mannigfaltigkeit von Handlungen zu schaffen, dem Beschränkten der einzelnen Handlung durch die Menge und Vervielfältigung den Schein des Ganzen Unendlichen zu geben. Darum schöne Seelen, die unglücklich sind, entweder daß sie sich ihres Schicksals bewußt oder daß sie nur nicht in der ganzen Fülle ihrer Liebe befriedigt sind, so wohltätig sind - sie haben schöne Momente des Genusses, aber auch nur Momente, und die Tränen des Mitleids, der Rührung über eine solche schöne Handlung sind Wehmut über ihre Beschränktheit - oder die hartnäckige Ausschlagung der Annehmung des Dankes, die verborgene Großmut [ist] eine Scham über die Mangelhaftigkeit des Zustandes. Der Wohltäter ist immer größer als der Empfangende.

In [den Evangelien des] Matthäus, Markus und Lukas [ist] Christus mehr im Gegensatz gegen die Juden - mehr Moral. Im Johannes [-Evangelium ist er] mehr er selbst, mehr religiösen Inhalts, seine Beziehung auf Gott und seine Gemeine, seine Einheit mit dem Vater, und wie seine Anhänger mit ihm unter sich eins sein sollen - Er der Mittelpunkt und das Oberhaupt; wie bei der lebendigsten Vereinigung mehrerer Menschen immer noch eine Trennung stattfindet, so auch in dieser Vereinigung - dies das Gesetz der Menschheit; im Ideal das völlig vereinigt, was noch getrennt ist, die Griechen in Nationalgöttern, die Christen in Christus.

a) Moral

b) Liebe

c) Religion - Ich Christus - Reich Gottes - Gestalt desselben unter diesen Umständen - Wunder.

Gesinnung hebt die Positivität, Objektivität der Gebote auf; Liebe die Schranken der Gesinnung, Religion die Schranken der Liebe. -

In objektiven Menschen ist er [sc. der Mensch] der Macht entgegengesetzt, die ihn beherrscht, und er insofern leidend; sofern er tätig ist, verhält er sich ebenso, es ist ihm ein Leidendes gegenüber; er ist immer Sklave gegen einen Tyrannen und zugleich Tyrann gegen Sklaven; in einer positiven Religion [ist] der Mensch einerseits bestimmt, beherrscht, Gott der Herrscher, - auch sein Entgegengesetztes [ist als] Objektives nicht allein, einsam; auch ein Beherrschtes von Gott. Durch die Gesinnung ist nur das objektive Gesetz aufgehoben, aber nicht die objektive Welt; der Mensch steht einzeln und die Welt. - Die Liebe knüpft Punkte in Momenten zusammen, aber die Welt in ihr, der Mensch und ihre Beherrschung besteht noch. Die Beherrschung der Juden von Tyrannei verschieden, weil der Tyrann ein Wirkliches ist, ihr Jehova ein Unsichtbares; der wirkliche Tyrann ist feindselig, die tyrannische Idee zugleich schützend; denn jeder ist der Liebling seiner Idee - die herrschende Idee beherrscht mich, ist gegen mich; aber zugleich in meiner Entgegensetzung gegen die Welt ist sie auf meiner Seite.97)

Mit dem objektiven Gesetze fällt ein Teil des Beherrschens und des Beherrschtwerdens weg, ein Gesetz ist eine Tätigkeit als Wirkung, also eine bestimmte, beschränkte Tätigkeit, die eine Wirkung bei einer eintretenden Bedingung ist - oder vielmehr der Zusammenhang selbst zwischen der Bedingung und der Tätigkeit als Wirkung; ist der Zusammenhang notwendig, so [ist ein] Muß; ist die Nichtäußerung der Tätigkeit möglich, ein Sollen. Ist der Zusammenhang notwendig, [so ist] keine Freiheit; dies auf zweierlei Art: der vollständige Grund, d. i. der vollständige Zusammenhang in der Bedingung selbst, - lebendige Wirkung, oder nicht in der Bedingung, - tot. Zwischen beiden Freiheit und Gesetze.

a) Tauglichkeit zur Bekämpfung des Objektiven.

b) Mangelhaftigkeit.

Die Moralität hebt nur das Beherrschtwerden des Ichs auf und damit das Herrschen desselben über Lebendige; aber dadurch ist das Lebendige noch eine Menge schlechthin Getrennter, Unverbundener, und noch ein unendlicher toter Stoff übrig - und diese Vereinzelten bedürfen noch eines Herrschers, eines Gottes, und das moralische Wesen selbst [bedarf] insofern eines Herrschers, insofern es nicht moralisch (nicht: unmoralisch) ist. Es ist ein Ruhendes, das keine Gewalt tut und keine leidet; [das] auch, wo einem Wesen von einem Dritten Gewalt geschieht, abhilft; die Allgemeinheit ist eine tote, denn sie ist dem Einzelnen entgegengesetzt, und Leben ist Vereinigung beider, - Moralität ist Abhängigkeit von mir selbst, Entzweiung in sich selbst.

Das Moralgesetz hebt zugleich die rein positiven Gebote auf, indem sie kein Gesetz anerkennt als ihr eigenes, aber inkonsequent darin, indem es doch nicht bloß ein Bestimmendes, sondern Bestimmbares ist; also immer noch unter einer fremden Macht steht.

Mit der Veränderung des objektiven Gesetzes mußten sich auch die anderen Seiten des Verhältnisses des Juden ändern. Hat der Mensch selbst Willen, so steht er in ganz anderem Verhältnis zu Gott als der bloß passive; zwei unabhängige Willen, zwei Substanzen gibt es nicht; Gott und der Mensch müssen also sein - aber der Mensch der Sohn und Gott der Vater; der Mensch nicht unabhängig und auf sich selbst bestehend, er ist nur, insofern er entgegen[ge]setzt, eine Modifikation ist, und darum auch der Vater in ihm; in diesem Sohn sind auch seine Jünger; auch sie sind eins mit ihm; eine wirkliche Transsubstantiation, ein wirkliches Einwohnen des Vaters im Sohn und des Sohnes in seinen Schülern diese alle [sind] nicht Substanzen, schlechthin getrennte und nur im allgemeinen Begriffe vereinigt, sondern wie ein Weinstock und seine Reben; ein lebendiges Leben der Gottheit in ihnen. - Diesen Glauben an ihn fordert Jesus, - Glauben an den Menschensohn; daß der Vater in ihm wohne, und wer an ihn glaube, in dem wohne auch er und der Vater. Dieser Glaube ist der Objektivität der Passivität unmittelbar entgegen und unterscheidet sich von der Passivität der Schwärmer, die ein Einwohnen Gottes und Christi in sich hervorbringen oder empfinden wollen, indem sie hier sich und dieses in ihnen regierende Wesen unterscheiden, also wieder die von einem Objekte Beherrschten sind; und uns von einem objektiven historischen Christus und der Abhängigkeit von demselben dadurch befreien wollen, daß er so subjektiv gemacht wird, daß er ein Ideal sei, heißt eben, ihm das Leben nehmen, ihn zu einem Gedanken machen, dem Menschen gegenüber zur Substanz - und ein Gedanke ist nicht der lebendige Gott. Ihn zu einem bloßen Lehrer der Menschen machen, heißt die Gottheit aus der Welt, der Natur und dem Menschen nehmen. - Jesus nannte sich den Messias; ein Menschensohn und kein anderer konnte es sein, nur Unglauben an die Natur konnte einen anderen, einen übernatürlichen erwarten; - das Übernatürliche ist nur beim Unternatürlichen vorhanden; denn das Ganze, obzwar getrennt, muß immer da sein. - Gott ist die Liebe, die Liebe ist Gott, es gibt keine andere Gottheit als die Liebe - nur was nicht göttlich ist, was nicht liebt, muß die Gottheit in der Idee haben, außer sich. Wer nicht glauben kann, daß Gott in Jesus war, daß er in Menschen wohne, der verachtet die Menschen. Wohnt die Liebe, wohnt Gott unter den Menschen, so kann es Götter geben; wo nicht, so muß von ihm gesprochen werden, und es sind keine Götter möglich; die Götter sind nur die Ideale der einzelnen Trennungen, ist alles getrennt, so ist nur ein Ideal.

Die Objektivität der Gebote, der Gesetze zerstören [heißt] zeigen, daß etwas auf einem Bedürfnisse des Menschen, auf der Natur gegründet ist; Sünden vergeben (ἀϕιέναι), erlassen, gewöhnlich die Strafen der Sünden aufheben - dies ein Wunder, denn die Wirkung kann nicht von der Ursache getrennt werden, vorzüglich aber kann das Schicksal nicht zernichtet werden, denkt man sich eine Aufhebung der Strafe, so ist die Strafe etwas ganz Objektives, von einem Objektiven Kommendes, nicht ganz notwendig mit der Schuld Zusammenhängendes - überhaupt, wenn man auch Strafe als etwas von der Schuld ganz Untrennbares nimmt, so ist sie doch so weit objektiv, daß sie Folge eines Gesetzes ist, von dem man sich in der Übertretung losgemacht hat, aber doch noch von ihm abhängt; bei einem objektiven Gesetz und Richter ist das Gesetz befriedigt, wenn ich mißhandelt worden bin, wie ich mißhandelt habe, wenn die Trennung, die ich gemacht, ebenso auf mich zurückgewirkt hat, - in der moralischen Strafe ist das Getrennte nicht ein Äußeres, dem ich entfliehe, das ich überwältigen kann; die Tat ist die Strafe in sich selbst; soviel ich mit der Tat anscheinend fremdes Leben verletzt habe, soviel habe ich eigenes verletzt; Leben ist als Leben nicht vom Leben verschieden; das verletzte Leben steht mir als Schicksal gegenüber; befriedigt ist es, wenn ich seine Macht, - die Macht des Toten gefühlt habe, so wie ich im Verbrechen bloß als Macht handelte. Versöhnt kann das Gesetz nicht werden, denn es beharrt immer in seiner furchtbaren Majestät und läßt sich nicht durch Liebe beikommen; denn es ist hypothetisch, und die Möglichkeit kann nie aufgehoben, die Bedingung, unter der es eintritt, kann nie unmöglich werden; es ruht, solange diese Bedingung nicht eintritt, aber ist nicht aufgehoben; aber diese Ruhe ist keine Versöhnung, weil das Gesetz zwar kein so Bestehendes ist, daß es immer wirksam sein und trennen müßte, aber weil es bedingt, weil es nur unter [der Bedingung] einer Trennung möglich ist. Das Schicksal hingegen kann versöhnt werden, weil es selbst eins der Glieder, ein Getrenntes ist, das nicht als Getrenntes durch sein Gegenteil vernichtet, aber durch Vereinigung aufgehoben werden kann. Schicksal ist das Gesetz selbst, das ich in der Handlung (diese sei Übertretung eines anderen Gesetzes oder nicht) aufgestellt habe, in seiner Rückwirkung auf mich; die Strafe ist nur die Folge eines anderen Gesetzes - die notwendige Folge eines Geschehenen kann nicht aufgehoben werden, die Handlung müßte ungeschehen gemacht werden; wo nichts als Ursachen und Wirkungen, als Getrennte sind, da ist keine Unterbrechung der Reihe möglich. Das Schicksal hingegen, d. h. das rückwirkende Gesetz selbst, kann aufgehoben werden; denn ein Gesetz, das ich selbst aufgestellt habe, eine Trennung, die ich selbst gemacht habe, kann ich auch vernichten. Da Handlung und Rückwirkung eins ist, so versteht es sich von selbst, daß die Rückwirkung nicht einseitig aufgehoben werden kann. Die Strafe ist das Bewußtsein einer fremden Macht, eines Feindseligen; wenn sie ausgewirkt hat unter der Herrschaft des Gesetzes, so ist dieses Gesetz befriedigt, und ich bin befreit von einem Fremden, das von mir abläßt und sich wieder in die drohende Gestalt zurückzieht, das ich aber nicht zum Freunde gemacht habe. Das böse Gewissen ist das Bewußtsein einer bösen Handlung, eines Geschehenen, eines Teils eines Ganzen, über das ich keine Macht habe; eines Geschehenen, das nie, nie ungeschehen gemacht werden kann, denn es war ein Bestimmtes, ein Beschränktes. Das Schicksal ist das Bewußtsein seiner selbst (nicht der Handlung), seiner selbst als eines Ganzen, dies Bewußtsein des Ganzen reflektiert, objektiviert; da dies Ganze ein Lebendiges ist, das sich verletzt hat, so kann es wieder zu seinem Leben, zu der Liebe zurückkehren; sein Bewußtsein wird wieder Glaube an sich selbst, und die Anschauung seiner selbst ist eine andere geworden, und das Schicksal ist versöhnt. Liebe ist aber alsdann Bedürfnis; in sich selbst ist die Ruhe verloren; dies ist die Wunde, die zurückbleibt, die Anschauung seiner selbst als eines Wirklichen; dem die Anschauung seiner als eines Strebenden, das von dieser Wirklichkeit sich entfernt, entgegen ist; weil aber eben hier nur ein Streben ist, so ist es Bedürfnis und mit einer Wehmut verknüpft, die in der Liebe, dem befriedigten Streben, allein wegfällt.

Vergebung der Sünden ist daher nicht Aufhebung der Strafen (denn jede Strafe ist etwas Positives, Objektives, das nicht vernichtet werden kann), nicht Aufhebung des bösen Gewissens, denn keine Tat kann zur Nicht-Tat werden; sondern durch Liebe versöhntes Schicksal. Daher die Regel Jesu: wenn ihr die Fehler vergebt, so sind euch die eurigen vom Vater auch vergeben. Anderen verzeihen kann nur die Aufhebung der Feindschaft, die zurückgekehrte Liebe, und diese ist ganz; die Verzeihung der Fehler kommt aus ihr; diese Verzeihung ist nicht ein Fragment, eine einzelne Handlung. Richtet nicht, daß ihr nicht gerichtet werdet; stellt ihr keine Gesetze auf, denn diese gelten auch für euch. Jesu zuversichtliche Ausdrücke: Dir sind deine Sünden vergeben, wo er Glaube und Liebe fand, wie bei Maria Magdalena. Die Vollmacht, die er seinen Freunden gab, zu binden und zu lösen, wenn er in ihnen den hohen Glauben an ihn (einen Menschen) gefunden hatte; einen Glauben, der die ganze Tiefe der Menschennatur gefühlt hatte; dieser Glaube schließt die Fähigkeit in sich, andere durchzufühlen und die Harmonie oder Disharmonie ihres Wesens zu empfinden; ihre Schranken und ihr Schicksal, - ihre Bande zu erkennen. Rückkehr zur Moralität hebt die Sünden und ihre Strafen, das Schicksal nicht auf; die Handlung bleibt; im Gegenteil wird sie nur um so peinigender; je größer die Moralität, um so tiefer wird das Unmoralische derselben gefühlt, die Strafe, das Schicksal wird nicht aufgehoben, weil die Moralität noch immer eine objektive Macht sich gegenüberstehen hat. Die Aufhebung der Handlung, Schadenersatz, ist eine ganz objektive Handlung.

Joh. 5, 26 f.: jener [sc. der Vater] das Einige, Ungeteilte - Schöne dies [sc. der Sohn] das Modifizierte - υἱὸς ἀνϑϱώπου, herausgegangen aus der Einigkeit. Darum hat er Macht - gegen ein Feindliches, Gegenüberstehendes -, das Gericht [zu halten], ein Gesetz gegen solche, die von ihm abtrünnig sind - Reich der Freiheit und Wirklichkeit.

 

A. Zeremon[ien]. Gebote über heilige Dinge und Dienst. Gegen die Privilegien der Juden Matth. 8, 10 ff.

Fasten, Matth. 9, 14: menschliches Leben und Liebe darüber erhaben: V. 16-17: Unverträglichkeit des Alten mit dem Neuen; Gefahr, die der Selbstbestimmung der Moralität durch das Positive droht - Fasten muß von der Stimmung des Gemüts zu Freude oder Leid abhängen.

Matth. 12, 1-8: Entheiligung des Sabbaths - entgegengesetzt das Beispiel ihrer Priester (die Nichtnotwendigkeit) und die Gesetzgebung des Menschen; V. 11-12: Vorzug des Bedürfnisses des Menschen.

15, 2: Hände waschen vor dem Brotessen - den Pharisäern entgegengesetzt das Übertreten eines Gebots durch die Pharisäer selbst, durch ihre objektiven Gebote; V. 11, 20: dem übrigen Volke die Gesinnung, das Subjektive des Menschen, nichts Objektives rein, keine gegebene Reinheit.

17, 25: Steuer - der König nimmt sie nur von Fremden; so sind die Söhne frei; daß sie sich aber nicht ärgern (σϰανδαλίζειν).

19, 1: die Liebe, die Gesinnung über das Gesetz - in Ansehung der Ehe.

24. Kap.

[B. Moral.] Moralität erhält, sichert nur die Möglichkeit der Liebe und ist daher ihrer Handlungsart nach nur negativ; ihr Prinzip ist die Allgemeinheit, d. h. alle als seinesgleichen - als gleiche zu behandeln, die Bedingung der Liebe; das Vermögen der Allgemeinheit ist die Vernunft; - ein durchaus nur moralischer Mensch ist ein Geiziger, der sich immer Mittel zusammenscharrt und bewahrt, ohne je zu genießen, - die moralische Handlung ist immer eine beschränkte, weil sie eine Handlung ist, und die Gesinnung ist einseitig und unvollständig, weil sie der Handlung entgegengesetzt ist. Bei Moralität ohne Liebe ist zwar in der Allgemeinheit die Entgegensetzung gegen das einzelne Objekt aufgehoben - eine Synthese Objektiver; aber das Einzelne ist als ein Ausgeschlossenes, Entgegengesetztes vorhanden.

Immoralität hebt die Möglichkeit der Liebe auf, durch, Mißhandlung Lebendiger. Rückkehr zur Moralität durch die Rückwirkung des Gesetzes, durch Schicksal und Strafe, ist Furcht vor dem Objektiven, vor dem, das man mißhandelt hat, und daß man dann auch mißhandelt wird; Rückkehr zur Legalität, d. h. zur objektiven Regel; zur Moralität nur durch Liebe, deren Bedürfnis [man] für sich gefühlt, ihre Befriedigung sich durch Immoralität unmöglich gemacht hat, und das Lebendige achtet.

C. [Religion.] Die Gottheit, so unendlich das Objekt, so unendlich die Passivität; durch Moral und Liebe diese vermindert, aber nicht zur vollendeten Selbständigkeit gebracht - diese [Passivität] besteht durch Streit gegen das Objektive, und auf diese Art [ist] keine Religion möglich. Das Objekt nicht vernichten sondern versöhnen. Das Gesetz als herrschendes durch Tugend aufgehoben. Die Beschränkung der Tugend durch Liebe - aber Liebe selbst Empfindung, mit ihr die Reflexion nicht vereinigt.

Liebe die Blüte des Lebens; Reich Gottes der ganze Baum mit allen notwendigen Modifikationen, Stufen der Entwicklung; die Modifikationen sind Ausschließungen, nicht Entgegensetzungen, d. h. es gibt keine Gesetze, d. h. das Gedachte ist dem Wirklichen gleich, es gibt kein Allgemeines, keine Beziehung ist objektiv zur Regel geworden, alle Beziehungen sind lebendig aus der Entwicklung des Lebens hervorgegangen, kein Objekt ist an ein Objekt gebunden, nichts ist festgeworden. Keine Freiheit der Entgegensetzung, kein freies Ich, kein freies Du. Aus der Entgegensetzung durch Freiheit entspringen Rechte. Freiheit ohne Entgegensetzung ist nur eine Möglichkeit. Die Menschen sind so, wie sie sein sollen; das Sein-Sollen muß freilich dann ein unendliches Streben sein, wenn das Objekt schlechthin nicht zu überwinden ist, wenn Sinnlichkeit und Vernunft - oder Freiheit und Natur, oder Subjekt und Objekt - so schlechterdings entgegengesetzt sind, daß sie absoluta sind. Durch die Synthesen: kein Objekt - kein Subjekt, oder kein Ich - kein Nicht-Ich wird ihre Eigenschaft als absoluta nicht aufgehoben.

Gesetz ist eine gedachte Beziehung der Objekte aufeinander, im Reich Gottes kann es keine gedachte Beziehung geben, weil es keine Objekte füreinander gibt. Eine gedachte Beziehung ist fest und bleibend, ohne Geist, ein Joch, eine Zusammenkettung, eine Herrschaft und Knechtschaft - Tätigkeit und Leiden - Bestimmen und Bestimmtwerden.

 

Matth. 4, 17: μετανοει ͂τε ἤγγιϰεν γὰϱ ἡ βασιλεία τω ͂ν οὐϱανω ͂ν. - Dies ist der erste Aufruf und Versicherung, das Himmelreich sei da - und die Folge seines Aufrufs und seiner Kuren [sind] viele Anhänger.

Matth. 5, 17: πληϱω ͂σαι, ergänzen, vollständig machen durch die Gesinnung, durch Hinzufügen des Inneren zum Äußeren. V. 20: Rechtschaffenheit seiner Jünger müsse mehr sein als die der Pharisäer und Gesetzverständigen, es müsse außer dieser auch noch das hinzukommen, daß das Gesetz, dem sie folgen, ihr eigenes sei. Ein anderer Maßstab [wird] entgegengesetzt, die Gesinnung, und nach diesem [werden] leidenschaftliche Handlungen, die in dem Bestehen eines anderen nichts ändern, ebenso verurteilt als die Störung seines für sich bestehenden Lebens, und zum Prinzip Versöhnlichkeit, d. h. Geneigtheit, die Trennung aufzuheben, angegeben.

V. 21-22: Zu dem objektiven Verbot des Mordes wird die Mißbilligung des Zorns über seinen Bruder gefügt, zum Versöhnopfer wirkliche Versöhnung usw. V. 33: Dem, daß nicht falsch geschworen werden soll, dem Herrn der Eid gehalten werden soll, [wird hinzugefügt:] gar nicht schwören bei etwas Fremdem, nicht beim Himmel, denn er ist nur der Thron Gottes usw., nicht bei unserem Haar, das nicht ganz in unserer Gewalt ist, bei nichts Fremdem überhaupt, an dies nichts hängen, sondern wir selbst sein; aber wenn der Mensch nur eins mit sich selbst ist, jede Abhängigkeit, jeden Bund mit den Objekten verschmäht, so muß er doch mit der Not einen Bund machen. 6, 25 ff.: Seid unbekümmert über die Not.

Mit der eigenen Knechtschaft hört auch die Herrschaft, die man durch die Idee der moralischen Gebote über andere ausübt, auf. 7, 1 ff.: eigene Freiheit gesteht anderen gleichfalls Freiheit zu - Sittenrichterei ist der Tod, erkennt nichts für sich Bestehendes nur alles unter einem Gesetz, unter einer Herrschaft stehend nicht das Wesen und das Gesetz eins, in einer Natur. Das Prinzip eures Verhältnisses gegen andere ist, ihre Freiheit zu ehren und, was ihr also von ihnen wollt, darum nur zu bitten.

Jesus charakterisierte als Stifter einer neuen Religion unter einem verdorbenen Volke die Entsagung der Bequemlichkeiten des Lebens, und die gleiche Forderung derselben an seine Gehilfen - auch das Entreißen [aus] sonstigen Verhältnissen und heiligen Beziehungen des Lebens.

Matth. 8, 22: Antwort, die er seinem Jünger gab, der seinen Vater begraben wollte.

Matth. 8, 10: die erste Äußerung über Kälte bei den Juden und ihre Verwerfung.

9, 15: Fasten nicht zu einem Zweck, sondern nach den Umständen.

9, 63, 10, 1 ff.: Schicken der Apostel ins Land, nicht die Menschen zu versöhnen und das Menschengeschlecht zu Freunden zu machen - (Mark. 6, 7 schickt sie Jesus fort, 6, 30 sammeln sie sich wieder zu ihm; Luk. 9, 6 und 9, 10 zurück. 10, 11 und 17, 20). Die Allgemeinheit seiner Reformation aufgegeben. - Matth. 10, 21 ff. ein Bruder wider den Bruder, der Vater [wird] das Kind zum Tode geben, Kinder die Eltern. V. 34: ich kam nicht, um Frieden auf die Erde zu werfen, sondern das Schwert; ich kam, den Mann gegen seinen Vater, die Tochter gegen die Mutter, die Braut gegen die Schwieger zu entzweien; die Hausgenossen werden die Feinde des Mannes sein; wer Vater oder Mutter, Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Gräßliches Zerreißen aller Bande der Natur, die Zerstörung aller Natur. -

Steigende Erbitterung gegen seine Zeit Matth. 11, 12 ff. V. 25: du hast dies den Verständigen und Klugen verborgen und den Einfältigen geoffenbart; so war dein Belieben.

12, 8 ff.: der Mensch höher als der Sabbath.

V. 16: er verbot den Geheilten, dies auszusagen.

V. 31: Sünde gegen den Menschensohn wohl vergeben, aber nicht die Sünde gegen den heiligen Geist.

V. 48: wer ist meine Mutter und meine Brüder? Diese, indem er sich zu seinen Anhängern wendete.

13, 54-55: ist dies nicht der Sohn des Zimmermanns? Unglauben an Menschennatur, Verachtung aller menschlichen Verhältnisse - daher seine Entfernung von denselben, in der Meinung, weil sie nicht geheiligt waren; ein Prophet gilt in seinem Vaterlande nichts; dazu s. oben 10, 36 ff. Reinheit durch alles verunreinigt, nicht wiederherzustellen, es kann dem Schicksal nicht entgangen werden, wenn die Schönheit aus allem entflohen ist; so gab er alles auf, um sie allein zuerst wiederherzustellen.

15, 2: Die Pharisäer halten ihm wieder ein positives Gebot vor, seine Antwort wie in der Bergpredigt.

16, 16-17: Du bist Christ, der Sohn des lebendigen Gottes - mein Vater hat es dir geoffenbart, nicht Fleisch noch Blut; V. 19: ich gebe dir die Schlüssel des Himmelreichs - was du auf Erden binden wirst, soll im Himmel gebunden sein usw.

[Kap.] 18: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder. V. 20: so zwei von euch eines Sinnes sind über etwas, wird es euch von meinem Vater gewährt werden. V. 21 ff.: Verzeihung der Fehler. 18, 18: wohl lösen; binden und lösen, Gesetze geben - sobald Petrus den Glauben an Jesus als Messias gezeigt hatte, so zeigt er sich los vom Objektiven und erfüllt von der Größe der menschlichen Natur.

19, 8: Ehe erhaben über bürgerliche Gesetzgebung.

19, 12: nur der mag dieser Regel folgen, der es kann.

19, 20: Bitte der Frau des Zebedäus für ihre Söhne.

25, 40: was ihr einem der Geringsten getan habt, habt ihr mir getan.

26, 7: Das Weib, das wohlriechendes Wasser über ihn goß - seine Anhänger [forderten] Moralität nach Zwecken und tadelten die freie schöne Ergießung einer liebenden Seele.

V. 10: ϰαλὸν ἔϱγον, eine schöne Handlung - die einzige Handlung in der Geschichte der Juden, die den Beinamen ϰαλόν verdient, auch die einzige schöne Handlung, die geschieht (26, 24: ϰαλὸν ἠ ͂ν αὐτω ͂ͅ, daß er nicht wäre geboren worden, ϰαλόν ist mehr bedeutungslose Phrase).

Mark. 16, 17: Zeichen, die die Gläubigen begleiten werden, übernatürliche Kräfte, was die Natur vermochte, war vorhanden, war da als Erscheinung, als Tat; es war geschehen - alle Seiten der menschlichen Natur waren Sitte, Gewohnheit, Lebensweise der Völker, objektiv geworden; Taten, die als Taten göttliche sein sollten, mußten übernatürliche sein - denn göttlich ist nichts, was geschieht, sondern was ist. Etwas Göttliches, das geschieht, ist größer, als was andere tun, also relativ. Die Tat an sich ist der Zusammenhang des aufeinanderfolgenden Objektiven; soviel in dem einen Leiden, soviel in dem anderen Tätigkeit, und jedes Objektive ist ein Allgemeines, eben darum, weil es unter einem Gesetz steht.

Jesus fing seine Predigt damit an zu verkündigen, das Reich Gottes sei da; die Juden erwarteten die Wiederkehr der Theokratie; sie sollten es glauben, und das Reich Gottes kann im Glauben da sein; was im Glauben vorhanden, ist der Wirklichkeit und dem Begriff von ihr entgegengesetzt. Das Allgemeine drückt ein Soll aus, weil es ein Gedachtes ist, weil es nicht ist, aus dem gleichen Grunde, warum Dasein nicht bewiesen werden kann.

Das Reich Gottes ist der Zustand, wenn die Gottheit herrscht, also alle Bestimmungen und alle Rechte aufgehoben sind; daher zum Jüngling: verkaufe das Deinige - es ist schwer, daß ein Reicher ins Reich Gottes eingehe -, daher Christi Entsagung allen Besitzes und aller Ehre; diese Verhältnisse zu Vater, Familie, Eigentum konnten nicht zu schönen Verhältnissen werden, also sollten sie gar nicht da sein, damit wenigstens nicht das Gegenteil da wäre - entweder durch einen Sprung oder durch sukzessive Aufhebung der einzelnen Bestimmungen durch Auflösung; jenes durch Begeisterung versuchte Jesus, er versicherte, das Reich Gottes sei da, das Dasein einer Sache aussprechen.

Die Juden erwarteten mit dem Reiche Gottes, daß vieles geschähe, daß sie von der Herrschaft der Römer befreit würden, ihr Priestertum in seinem alten Glanz wiederhergestellt würde usw., das heißt, daß außer ihnen viele Veränderungen vorgingen; solche Juden konnten nicht glauben, das Reich Gottes sei da, wenn Jesus es ihnen verkündigte; die aber in sich selbst beruhten, vollendet waren, konnten es glauben; nicht als Isolierte, denn Gott ist in nichts Isoliertem, sondern in lebendiger Gemeinschaft, die im Individuum betrachtet Glaube an die Menschheit ist, Glaube ans Reich Gottes - Glaube ist das Individuelle gegen das Lebendige - nicht die Gesetze Gottes herrschen, denn Gott und seine Gesetze sind nicht zweierlei.

Leben und Rückkehr zum Leben, aber keine Regel darüber Luk. 15, 32.

 

98) B. Moral.

Bergpredigt Matth. 5. Jesus fängt mit Schreien an, in dem er vor der versammelten Menge seinem Herzen, seiner anderen Beurteilungsart menschlichen Wertes Luft macht. Begeistert schreit [er] es aus, daß es nun um eine andere Gerechtigkeit, um anderen Wert der Menschen zu tun sei, begeistert entfernt er sich sogleich von der gemeinen Schätzung der Tugenden und kündigt eine andere Region des Lebens an, in der eine ihrer Freuden sein müsse, von der Welt verfolgt zu werden, der sie ihre Entgegensetzung gegen sie zeigen müssen. Das neue Leben zerbreche aber nicht die Materie der Gesetze, sondern es sei vielmehr ihre Erfüllung, die Ergänzung dessen, was unter der Form eines Entgegengesetzten, als Gesetz bisher vorhanden war. Diese Form des Gebotenseins soll durch ihr neues Leben vertilgt werden und vor der Fülle ihres Geistes, ihres Wesens verschwinden.

V. 21-26: Das Gesetz gegen Totschlag wird durch den höheren Genius der Versöhnlichkeit erfüllt und zugleich für ihn aufgehoben; für ihn gibt es kein solches Gebot.

V. 27-30: Erfüllt wird das höhere Gesetz gegen den Ehebruch durch die Heiligkeit der Liebe und durch die Fähigkeit, wenn eine der vielen Seiten des Menschen sich einläßt, sich zu seiner Ganzheit zu erheben.

V. 31-32: Ehescheidung; Aufhebung der Liebe, seiner Freundschaft gegen ein Weib, in der sie noch ist, macht sie sich selbst ungetreu werden und sündigen, und die Beobachtung der rechtlichen Pflichten und Dezenz ist eine elende Beschönigung, eine neue Härte bei dieser Verletzung ihrer Liebe.

V. 33-37: bist du wahrhaftig, so brauchst du den Zusammenhang zwischen deiner Rede und der Tat oder Gedanken nicht an ein Fremdes zu knüpfen, in die Hand eines Fremden zu legen, ihn als Herrn dieses Zusammenhangs zu erklären - du selbst bist über alle fremde Macht erhaben. Das Gesetz, nicht falsch zu schwören, Gott aber zur Macht über sein Wort zu machen, ist durch die Wahrhaftigkeit erfüllt, und zugleich ist sie darüber erhaben.

V. 38-42: Gerechtigkeit - gänzliche Erhebung über die Sphäre des Rechts oder Unrechts durch Aufhebung allen Eigentums.

V. 43 ff.: Zusammenfassung des Ganzen.

6, 1-4: Almosen nicht vor den Leuten, nicht vor dir selbst.

V. 5-15: Gebet; auch hier sei nur das Beten rein; mischet nichts Fremdes ein, gesehen zu werden; sondern betet in eurem Kämmerlein, und ein solches einsames und einzelnes Gebet ist das Vaterunser. Es ist nicht das Gebet eines Volks zu seinem Gotte, sondern das Gebet eines Isolierten, Unsicheren, Ungewissen. Dein Reich komme, dein Name werde geheiligt; der Wunsch eines Einzelnen und ein Volk kann nicht wünschen: dein Wille geschehe, ein Volk von Ehre und Stolz tut seinen eigenen Willen und weiß von keinem anderen als einem feindlichen - der Einzelne kann den Willen Gottes und den allgemeinen entgegengesetzt sehen. Gib uns heute unser usw. - eine Bitte der stillen Einfalt, die im Munde eines Volks nicht paßte, das sich seiner Herrschaft über die Nahrungsmittel bewußt ist oder unmöglich nur den Gedanken an die Speise eines Tages haben kann, sondern wohl um Gedeihen des Ganzen, um freundliche Natur beten kann; beten ist nicht bitten; vergib uns - auch ein Gebet des Einzelnen; Nationen sind Getrennte Abgesonderte, es ist nicht gedenkbar, wie sie einer anderen Nation verzeihen sollen; es könnte nicht durch eine Vereinigung, sondern durch das Gefühl der Gleichheit oder des Übergewichts der Macht, Furcht geschehen. - Das Bewußtsein eigener Sünden, diese Reflexion kann sie nur durch Schmerz erhalten; denn sie kann ihren Willen nicht unter einem Gesetz anerkennen. Aber der Einzelne kann beten, soviel Liebe ich habe, soviel möge ich erfahren.

V. 16-18: Fasten; wie beim Beten und Almosengeben nichts Fremdes einmischen.

V. 20-34: sich nicht zerstreuen und das Ganze nicht in Sorgen und Abhängigkeit verlieren; solche partiellen Dinge, Bedürfnisse, Reichtum, Nahrung, Kleidung bringen Bestimmtheit in den Menschen, die ihn objektiv des reinen Lebens unfähig machen.

7, 1-5: richten über andere, sie einer Regel unterwerfen im Urteil, die Tyrannei in Gedanken.

V. 7-12: die Vereinigung der Menschen in Bitten und Geben.

V. 13 ff.: allgemeines Bild des vollendeten Menschen.

Matth. 12, 31 f.: Wer den Menschen lästert, der lästert das Einzelne, den Besonderen; wer aber den heiligen Geist lästert, lästert die Natur und ist unfähig, Sündenvergebung zu erlangen; denn er ist unfähig, mit dem Ganzen sich zu vereinigen; er bleibt isoliert und ausgeschlossen; eine solche Sünde kommt aus der Fülle des Herzens und zeigt seine Zerstörung, seine Zerrüttung; seine Unheiligkeit ist des Heiligen unfähig, das er gelästert hat; und das Heilige, nach Trennung und Vereinigung betrachtet, ist die Liebe. Ein Zeichen könnte euch etwa erschüttern - aber der ausgetriebene Geist kommt mit sieben anderen zurück, und der Mensch wird zerrütteter als vorher.

 

Zu C. Religion.

Matth. 18, 1-10: Der größte ἐν τη ͂ͅ βασιλείᾳ τω ͂ν σὐϱανω ͂ν [ist,] der den Kindern am nächsten kommt; ihre Engel (V. 10) im Himmel sehen beständig das Angesicht des Vaters, der im Himmel ist. Unter den Engeln der Kinder können keine objektiven Wesen verstanden werden, denn auch von den Engeln der anderen Menschen (um in diesem Ton zu sprechen) müßte gedacht werden, daß sie Gott anschauen. Ihre unentwickelte Einigkeit, das Bewußtlose, ihr Sein und Leben in Gott, in einer Gestalt vorgestellt; dann ist auch diese wieder substantialisiert, isoliert, ihre Beziehung auf Gott eine ewige Anschauung desselben. Um den Geist, das Göttliche außer der Form dieser Beschränkung und die Gemeinschaft dieses beschränkten Lebendigen zu bezeichnen, setzt Platon das reine Leben und das Beschränkte in eine Verschiedenheit der Zeit, er läßt die reinen Geister vorhin ganz in der Anschauung des Göttlichen gelebt haben und sie im Erdenleben dieselben sein, nur mit verdunkeltem Bewußtsein jenes Himmlischen. Auf eine andere Art bezeichnet Jesus die Natur, das Göttliche des Kindes-Geistes als Engel, die immer im Anschauen Gottes leben; auch in dieser Form sind sie nicht als Gott, sondern als Söhne Gottes, als Besondere dargestellt. Die Entgegensetzung des Anschauenden gegen das Angeschaute, daß sie entgegengesetzt sind, ein Subjekt und ein Objekt, fällt in der Anschauung selbst weg - ihre Verschiedenheit ist nur die Möglichkeit der Trennung; ein Mensch, der die Sonne immer anschaute, wäre nur ein Gefühl des Lichts, das Gefühl als Wesen. Der ganz in der Anschauung eines anderen Menschen lebte, wäre dieser andere selbst, nur mit der Möglichkeit eines Anderseins. Unmittelbar ist damit in Verbindung gesetzt, - denn ὁ υἱὸς ἀνϑϱώπου ἡ ͂λϑε σω ͂σαι τὸ ἀπολωλός [18, 11] - das Gebot, sich zu versöhnen, Entzweiung aufzuheben und einig zu werden; diese Einigkeit ist das Anschauen Gottes, das Werden wie Kinder. Wenn der Beleidiger nicht auf die Gemeine hört, so sei er als Heide und Zöllner; wer sich absondert, die versuchte Vereinigung verschmäht, fest dagegen hält ...

Ferner V. 19 stellt Jesus diese Einigkeit in einer anderen Form dar: wenn zwei über etwas einig sind und ihr bittet darum, so wird es euch der Vater gewähren. Die Ausdrücke bitten, gewähren sind so gemein geworden und werden ...

 

D. Geschichte - die Form, wie er als einzelner gegen einzelne und einzelne gegen ihn stehen, Ausbreitung seiner Lehre.

Der Anfang seines Predigens. Matth. 4, 17, ebd. 19: Anwerbung Simons und anderer.

V. 22: in beiden Fällen das Verzichttun auf das Gewebe menschlicher Verhältnisse und Bedürfnisse - Trennung von ihrem Leben. Aber nicht Absonderung von Zöllnern und Sündern, Matth. 9, 11.

Zustand des jüdischen Volks, wie Schafe ohne Hirten: 9, 36.

Zu den Pharisäern 16, 3: könnt ihr nicht die Zeichen der Zeit beurteilen?

Ausschickung der Zwölfe Matth. 10. Ihre Instruktion. Predigt: ἤγγιϰεν ἡ βασιλεία τω ͂ν σὐϱανω ͂ν [10, 7] - das übrige alles negativ, sorgt nicht für Reisebedürfnisse; seht, wo ihr Würdige findet; wenn das Haus würdig ist, so komme euer Gruß (εἰϱήνη, er befahl vorher ein Haus zu grüßen) über es; wo nicht, so kehre er zu euch selbst zurück - der Gruß ist in beiden Fällen dasselbe, es kommt auf die Würdigkeit des Hauses an, ob er als Wort in ihm erhallt oder dieselbe Fülle ihm in den Gemütern anschlägt, mit der er gegeben ist; sonst kehrt er zu euch zurück; ihr habt den Frieden nicht verschwendet, er hört sich in euch. Also kein Belehren und Behandeln und Dressieren, Haß der Welt, Verfolgung; der Geist wird aus euch sprechen, seid nicht bekümmert, was ihr sagen wollt. Furchtlosigkeit, teils wegen eigenen Leidens, teils wegen der Zerrüttung, die ihre Sendung der Welt bringen wird.

V. 41: Wer einen Propheten als Propheten (εἰς ὄνομα πϱοϕήτου) aufnimmt, wem ein Prophet ein Prophet ist - einen Gerechten als Gerechten, einen Jünger als solchen, der hat den Lohn, den Wert eines Propheten; wie der Mensch den Menschen auffaßt, so ist er selbst.

Unwillen über die Art der Aufnahme seiner Lehren von seinem Zeitalter (Matth. 11). Beschränkung ihrer Wirksamkeit auf νηπίους, ϰοπιω ͂ντας, πεϕοϱτισμένους [Unmündige, Mühselige, Beladene]; von hier beginnen seine heftigen Ausdrücke gegen die Pharisäer; seine Antworten über Fragen, Anlässe gehen nur darauf, sie zum Schweigen zu bringen, nur polemisch, das Wahre richtet er an die anderen Zuhörer.

Matth. 12, 49: Trennung Jesu von den Beziehungen des Lebens.

Parabeln Matth. 13. Über die Art der Ausbreitung seiner Lehre, des Schicksals derselben, alle (vom guten Sämann, Weizen und Unkraut, Senfkorn, Hefeteig, gefundener Schatz usw.) ganz analog mit den Mythen - aber freilich jüdischen, an Wirklichkeiten [angeknüpft]. Es ist in ihnen kein fabula docet, keine Moral kommt aus ihnen, sondern das Geschichtliche, das Werden, der Fortgang des Seienden, des Ewigen, des Lebendigen; - das Werden des Seins ist das Geheimnis der Natur; und alles fade Geschwätz von innigerer Überzeugung vom Guten usw. ist unendlich sinnloser als die übernatürliche Erleuchtung, Wiedergeburt usw. Die Menge der Parabeln zeigt das Unvermögen, das darzustellen, auf was sie deuten sollen. nur daß das Kostbare ein großes Wünschenswertes, aber ein anderes ist, als sie kennen. V. 55: Sie sehen nichts als die Wirklichkeit, nicht den Geist, nichts, als was sie selbst sind. So auch Matth. 25. Diese Parabeln sind weder morgenländische Allegorien, noch griechische Mythen; diese beiden sprechen von der Sache selbst, von dem Sein, von dem Schönen, dessen Entwicklung, aus sich Herausgehen, Veränderungen bei den Orientalen meist so ungeheure und unnatürliche Geburten werden, weil sie für sich - von der Phantasie allein, also als Ungeheuer gehalten werden, [während sie] bei den Griechen zwar auch als Substanzen, als Modifikationen in einem Lebendigen, Wirklichen auftreten, aber von der Phantasie doch an eine natürliche Handlung an eine Menschenform geheftet werden; sie verlieren das Idealische dadurch nicht, das ihnen die orientalischen Ungeheuer behalten wollen; es wird doch kein individuelles Leben (Ceres, Venus usw.); das Unmenschliche dieser Göttergestalten ist nur Befreiung von dem ihnen Heterogenen, z. B. Schwere, Arbeit, Not usw. Diese Parabeln Christi sind eigentliche Gleichnisse, moderne Fabeln, in denen es ein tertium comparationis gibt, d. h. wo das Gleiche gedacht ist (in den alten äsopischen Fabeln waren es selbst Triebe, Instinkte, das gleich modifizierte Leben), in den Parabeln ganz wirkliche Geschichten, daher immer ein Gleichwie.