Zwölf [Jünger]

Jesus hatte es für gut befunden, die Anzahl seiner vertrauten Freunde auf zwölf festzusetzen, und diesen auch nach seiner Auferstehung große Vollmachten als seinen Gesandten und Nachfolgern gegeben. Zur Verbreitung der Tugend hat jeder Vollmacht, und um das Reich Gottes auf Erden zu gründen, gibt es keine heilige Zahl für Menschen, die sich berufen fühlen, es zu unternehmen; auch Sokrates hatte nicht 7 oder 3 mal 3 Jünger, jeder Freund der Tugend war ihm willkommen; für eine bürgerliche Verfassung ist es zweckmäßig und nötig, für die Repräsentation des Volks, für Gerichte, die Zahl der Mitglieder zu bestimmen und darauf festzuhalten, aber eine Tugendreligion kann solche Formen aus Staatsverfassungen nicht annehmen; durch die Einschränkung des größten Ansehens auf eine bestimmte Anzahl wurde ein Ansehen von Individuen gegründet, und dieser Umstand wurde nachher in der Konstitution der christlichen Kirche, je mehr sich diese ausbreitete, immer etwas Wesentlicheres, machte Konzilien möglich, die nach der Mehrheit der Stimmen über Wahrheiten absprachen und ihre Dekrete der Welt als Glaubensnorm aufdrangen.